Die Familien Dufhues im Bistum Münster

Erforscht und aufgebaut von Detlef Dufhues

Die genannten Daten sind in Abschrift, Kopie oder Foto mit Quellenangabe nachweisbar.

Familie Dufhues in Telgte-Stadt seit 1750 bis heute

Seit dem 26.09.1750 mit der Heirat von Hermann Dufhues und Elisabeth Böckenholt beginnt die Lückenlose Erbfolge mit den Geschwistern und deren Ehepartnern sowie Kinder in der Stadt Telgte. Sie haben nach den Unterlagen im Stadtarchiv Telgte unter Telgte- Stadt Nr. 273 später unter Ritterstrasse 272 gewohnt.

Nach allen suchen im Stadtarchiv Telgte könnte es sein das Hermann Dufhues mit seiner Elisabeth Böckenholt ein abgebranntes Haus (wüste Hausstelle) in der Stadt Telgte erworben haben. Es hat um 1739 ein großen Stadtteilbrand gegeben, wo einige Häuser nicht sofort wieder aufgebaut worden sind. Es ist festzustellen, dass das Haus der Familie Dufhues in diesem Brandgebiet gelegen hat und beim Abbruch im Jahre 1965 viele angebrannte Holzbalken in den Wänden waren. Um 1900 hat der Schuhmacher Henrich Dufhues mit seiner Frau Maria geborene Hassemeyer das Nachbarhaus Telgte Stadt Nr. 274 an der heutigen Juffernstiege gekauft und mit dem Eckhaus Nr. 273 verbunden. Im Jahre 1966-1967 wurde das alte Haus abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

Es gibt noch bis zum Jahre 1617 weitere Dufhues im Taufbuch zu St. Clemens in Telgte, die aber noch nicht an den Stadtbewohnern angehängt werden können. Des weiterem ist der Namen Dufhues in den Telgter Urkunden im Jahre 1395 und 1680 aufgeführt.

Durch Einheirat der Geschwister in anderen Familien entstanden folgende eigene Stammbäume. Familie Sonne ab 1789 in Telgte- Stadt, Familie Zitter ab 1810 in Telgte- Stadt, Familie Laarkämper ab 1855 in Münster- Gievenbeck, Familie Dufhues ab 1883 in Dortmund- Mitte, Familie Dufhues ab 1855 in Düsseldorf und Familie Dufhues ab 1909 in Ascheberg.

Familie Dufhues in Telgte- Raestrup seit 1331 bis heute

Dieser Hof ist der Einzige, der noch den Namen Dufhues trägt und ist der bisher älteste Hof. Am 01. Mai 1331 verkauft Egbert von der Becke und seine Gemahlin Rice ihr Erbe Dufhues to Rastrup im Kirchspiel Telgte mit Plaggenstich, Buschwerk, Wiesen, Weiden, Wald, Lichtungen, Fischerei Äckern bebaut und unbebaut für 130 Mark münsterischen gängiger Pfennige an das Koster Vinnenberg. Diese haben den Hof bis zur Auflösung 1806 ununterbrochen in ihren Besitz gehabt. Es gibt hier sehr gute schriftliche Nachweise der Erbfolge und Verhandlungen. Die Erbfolge auf dem Hof ist von ca. 1465 durch das Kloster Vinnenberg und ab 1617 durch die Kirchbücher von St. Clemens in Telgte bis heute nachweisbar.

Durch die Einheirat der Geschwister in anderen Familien entstanden folgende Stammbäume.

Familie Rehr in Telgte- Raestrup ab 1745, Familie Frommelt in Telgte- Raestrup ab 1759, Familie Renfers in Telgte- Raestrup ab 1761, Familie Pollert in Telgte- Schwienhorst ab 1765, Familie Mennemann in Telgte- Verth ab 1814, Familie Bockelbeßsmann in Telgte- Raestup ab 1827, Familie Dankbar in Telgte- Raestrup ab 1833, Familie Walgert (Leivermann) in Everswinkel ab 1877, Familie Schlichtebrede in Everswinkel- Wienigen ab 1865, Familie Gilhaus in Greven- Herbern ab 1911, Familie Pöhling in Telgte- Verth ab 1928 und Anton Dufhues in Telgte- Stadt ab 1928.

Familie Dufhues in Beckum- Hinteler seit 1480 bis heute

Der Hof Dufhues in Beckum Bauerschaft Hinteler wurde am 16. Dezember 1480 von der ehrsamen Frau Rorich, echte rechte eheliche Hausfrau des ehrbaren Everdes von der Mark Droste an den ehrbaren Jasper von Oer und seiner Ehefrau Anna verkauft. Der Hof Dufhues blieb im Besitz von Haus Geist und ging 1640 an die Jesuiten über bis zum Jahre der Auflösung 1803. Die Unterlagen von Haus Geist im Landesarchiv Münster sind 1990 eingesehen und zum Teil ausgearbeitet worden. Hier ist noch viel rauszufinden.

Ich habe im Stadtarchiv Münster 2 Urkunden vom 26.04.1529 die Erben des Herm. Dufhues zu Beckum und vom 23. Oktober 1550 die Erben des Herm Dufhues zu Beckum gefunden. Diese Urkunden sind noch nicht übersetzt.

Die bisher erforschten Hoferben beginnen mit den Taufbucheintragungen der St. Stephanus Kirche zu Beckum am 24. Juni 1631.

Die Hoferbfolge mit allen Geschwistern kann seit 1675 bis 1911 nachgewiesen werden. Der Name Dufhues geht durch Heirat 1810 in Steinhoff gen. Dufhues über und nennt sich ab 1862 Köster gen. Krabus. 1886 geht der Hof auf den Namen Friggemann über und ab 1911 hat er den Namen Twenhöwen. Dieses erfolgte durch die Erbfolge an den Töchtern.

Dieser Stammbaum hat in folgenden Nebenstammbäumen den Namen Dufhues weitergetragen.

Dufhaus gen. Uphaus in Ennigerloh- Werl ab 1719, Dufhues in Sendenhorst- Stadt ab 1748, Duffhueß in Ennigerloh- Werl ab 1771, wovon ab 1801 ein Sohn Dufhues den Stammbaum Dufhues in Freckenhorst- Flintrup gründet und der 2. Sohn den Stammbaum Dufhues in Freckenhorst- Stadt ab 1833 gründet. Als 2. Sohn von Dufhues in Ennigerloh- Werl gründet er 1797 den Stammbaum Dufhues in Enniger- Dorfbauerschaft.

In den folgenden Familien haben sich die Geschwister eingeheiratet.

Familie Botterschloth in Beckum ab 1708, Familie Westerschulte in Beckum- Dahlner ab 1756, Familie Prein in Beckum ab 1762, Familie Deitinghoff in Beckum- Geißler ab 1790, Familie Jeukentrup in Enniger- Balhorn ab 1847.

Familie Dufhues in Lippborg- Polm seit 1667 bis heute

Das Haus Assen war im Besitz des Hofes Dufhues. Zu dem Haus Assen gehörten auch die Adeligen von Galen und weitere Familien. Hier habe ich im Sommer 2014 die Akten im Archiv des LWL in Münster durchgesehen und abfotografiert. Dabei stellte sich heraus, dass der Hof Dufhues in verschiedenen Händen dieses umfangreichen Hauses befand. Es bedarf noch einer umfangreichen Aufarbeitung. Der Stammbaum beginnt mit der Hochzeit in der St. Cornelius und Cyprian Kirche zu Lippborg des Hermann Düiffhüß und Anna Lüggerd am 18.09.1657. Es folgen 8 Generationen auf dem Hof und endet mit dem Tode des Johann Hermann Dufhues im Alter von 6 Jahren am 06.06.1875. Es gab zu seinem Tode eine Erbengemeinschaft, die den Hof mit diesem einzigen Kind weiterführen sollten, aber wegen Überschuldung durch die hohen Krankenkosten der Mutter nicht zustande kam und der Hof bis 1886 in mehreren Teilen verkauft worden ist. Die Geschwister des Hoferben haben den Namen noch bis heute weitergetragen und sind im Stammbaum alle aufgeführt.

Die Geschwister der Hoferben haben sich in folgenden Familien eingeheiratet:

Familie Bröggelhof in Lippborg ab 1695, Familie Westfelt in Lippborg ab 1714, Familie Supe in Lippborg ab 1723, Familie Brönies in Lippborg ab 1750, Familie Langenkamp in Lippborg ab 1780, Familie Hölscher in Lippborg ab 1826, Familie Ahringhof in Lippborg ab 1836, Familie Selige in Vorhelm ab 1836, Familie Zacharias in Lippborg- Dorf ab 1840, Familie Wiengarn in Lippborg- Brünker ab 1844, Familie Hüffer in Lippborg- Brönker ab 1845, Familie Dufhues in Beckum- Hinteler ab 1865 wovon der Name Dufhues weiter getragen wird bis nach Castrop- Rauxel, Familie Linnenbrink in Lippborg- Dorf ab 1867, Familie Schlenkenwerth in Lippborg ab 1873 wobei sich zum Teil der Name Dufhues durchgesetzt hat.

Familie Dufhues in Enniger- Rückamp seit 1498 bis heute

Der Hof Dufhues in Enniger- Rühkamp war schon vor 1661 im Besitz des Domkapitel Münster. Sie behielten dieses Erbe bis zur Auflösung 1806 als ihre Eigenhörigen. Ob auch hier eine Kaufurkunde vorhanden ist, muss noch erforscht werden. Die Dufhues sind aber schon 1498 und 1499 in der Willkommensschatzung des Fürstentum Münster aufgeführt. Die Erbfolge auf dem Hof lässt sich ab ca. 1623 durch die Kirchbücher von St. Mauritius zu Enniger und des Domkapitels Münster bis heute nachweisen. Ab 1884 verliert der Hof seinen Namen durch Einheirat des Joan Heinrich Koch und behält diesen bis heute.

Henricus Duffhuß heiratet 1699 in Münster und wird in Münster ansässig. Joannes Hermann Dufhues heiratet 1829 in Münster und gründet einen eigenen Stammbaum.

Die Geschwister der Hoferben haben sich in folgenden Familien eingeheiratet:

Familie Larckmann in Hoetmar ab 1699, Familie Spithöver in Enniger ab 1725, Familie Walgert in Everswinkel ab 1734, Familie Linneman in Ahlen ab 1758, Familie Westermann in Ennigerloh ab 1799, Familie Westhoff gnt. Heiman in Vorhelm- Isendorf ab 1817, Familie Osthues in Everswinkel- Schute ab 1815, Familie Bußmann in Warendorf- Vohren ab 1817, Familie Wortmann in Ostenfelde- Dorfbauerschaft ab 1849 und die Familie Spithöver in Enniger- Rühkamp ab 1852.

Familie Dufhues in Freckenhorst- Stadt seit 1657 bis heute

Die bisher älteste Erwähnung eines Dufhues erfolgte am 2. Dezember 1657 im Armenfonds Urkunde 93 der Stadt Freckenhorst. Darin ist ein Everdt Dufhues als Armenprovisor aufgeführt. Ab 1680 tritt Heinrich Duffhueß als Bäcker und Armenprovisor auf und ist mit Margarete Uphoff verheiratet. Von hieran ist die Familie bis 1868 in Freckenhorst- Stadt ansässig. Mit dem Tode der unverehelichten Dienstmagd Anna Maria Dufhues endet der Stammbaum Dufhues in Freckenhorst-Stadt und setzt sich durch ihre 3 Geschwister in den Niederlanden fort. Um 1800 verlassen die Geschwister Joan Bernard Anton, Joes Hermann und Cath. Elisabeth Dufhues Freckenhorst- Stadt und werden in Rotterdam ansässig. Hier heiraten sie und gründen einen großen Stammbaum in den Niederlanden. Die Erbfolge wurde mir von 2 Niederländischen Dufhues- Nachfahren überlassen.

Familie Dufhues in Borghorst- Wilmsberg seit 1643 bis heute

Hier ist es ein Kotten in Borghorst- Wilmsberg, Alte Münsterstiege der mit der Geburt von Joannes Duffhauß am 11.10.1643 beginnt. Ab 1843 nennt sich der Koten durch Einheirat Rotering gen. Dufhues und ab 1925 Hebering. Durch einen Besuch auf dem Koten im Jahre 1991 habe ich erfahren, dass sie früher dem Fürsten zu Horstmar- Salm gehörten. Hier sollte noch nachgeforscht werden.

Hier hat sich eine Tochter in der Familie Minnebusch in Borghorst- Ostendorf im Jahre 1894 eingeheiratet.

Familie Dufhues in Werl seit 1614-ca. 1800

Die Familie Dufhues in Werl schreiben sich in Dueffhues, Dueffuß sowie Duffhaus und sind seit ca. 1614 in Werl nach den Kirchbüchern und Stadtgeschichte nachweisbar. Bis ca. 1800 lässt sich die Familie in den Ratsprotokollen und Kirchbüchern nachweisen. Diese Angaben stammen von Heinrich Josef Deisting aus Werl und wurden mir im Mai 1993 zur Verfügung gestellt. Die Ausarbeitung ist noch nicht erfolgt.

Die Familien Dufhues mit noch unbekanntem Anschluss

Familie Dufhues in Sendenhorst von 1755 bis ca.1841

Hier handelt es sich um eine Tochter Anna Maria Gertrud Duffhues die am 27.11.1755 in Sendenhorst den Bernard Theodor Schulte Bering heiratet und das Geburtsdatum sowie Abstammung noch nicht nachgewiesen werden kann. Diese Familie Schulte Bering ist über 3 Generationen durch Kirchbucheinträge nachweisbar.

Familie Dufhues in Emsdetten von 1755 bis ca. 1823

Hier handelt es sich um Joan Henrich Dufhues, Everard Duffhueßs und Joan Bernd Duffhues, wo das Geburtsdatum und Ort nicht bekannt ist. Sie haben sich um 1750-1790 in Emsdetten niedergelassen und Familien gegründet. Leider ist der Name Dufhues bereits 1813 wieder verschwunden. Es handelt sich um einen noch nicht genau aufgearbeiteten Stammbaum, weil die Herkunft und Geburt dieser Dufhues nicht bekannt ist wohl aber zu Borghorst gehören könnten.

Quelle:

Erstellt am 10.04.2020

Ergänzt am 03.02.2022

Detlef Dufhues